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Dienstag, 6. Februar 2007 Zöliakie - Zusammenhang mit degenerativen Erkrankungen?Geschrieben von MS in ZöliakieKommentare (0) | Trackbacks (0)
Aktuellen Studien zufolge steht die Autoimmunerkrankung Zöliakie im Zusammenhang mit neurodegenerativen Erkrankungen sowie einem erhöhten Risiko für Tumore in Rachen, Speiseröhre und Dünndarm, berichtet heute Ernährungswissenschaftlerin Irina Baumbach von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. aus Aachen.
Infolge der durch Gluten ausgelösten Antigen-Antikörper-Reaktion treten unspezifische Symptome wie Wachstumsstörungen, ein aufgeblähter Bauch, Blähungen, Durchfall und Übelkeit sowie Appetitlosigkeit, Blässe, Anämie, trockene Haut und eine schlaffe Muskulatur auf. Grund hierfür ist die fortlaufende Schädigung der Dünndarmzotten, die bei Gesunden eine optimale Nährstoffaufnahme aus dem Darm ins Blut ermöglichen. Ist diese gestört, können vielseitige Mangelerscheinungen und chronische Infektionskrankheiten auftreten. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass Zöliakie = Gluten-Intoleranz mit einer Reihe weiterer Erkrankungen, beispielsweise Eisenmangelanämie, Osteoporose, Hauterkrankungen, neurologischen und endokrinen Störungen, in Verbindung steht (1, 5, 6). Auch über ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krebserkrankungen, wie das aggressive Non-Hodgkin-Lymphom oder Tumoren in Speiseröhre, Rachen und Dünndarm, berichten Studien (3, 4). Andererseits deuten die Untersuchungen auf ein geringeres Sterblichkeitsrisiko bei Lungen- und Brustkrebspatienten (2). Zur Vermeidung der Symptomatik sind jegliche Produkte aus Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel und Hafer aus dem Speiseplan zu streichen. Erlaubt sind dagegen Mais, Hirse, Buchweizen und Reis. Inzwischen gibt es zahlreiche getreideeiweißfreie Brot- und Backwaren sowie glutenfreie Mehle auf dem Markt, mit denen Brot selbst gebacken werden kann. Zu beachten ist jedoch, dass das Getreideeiweiß Gluten in der Lebensmitteltechnologie als Zusatzstoff in zahlreichen Lebensmitteln, darunter vor allem in Pommes frites, Schokolade, Cornflakes und Senf, zugesetzt ist. Auf derartige Lebensmittel ist zu verzichten, so dass nur unverarbeitete Lebensmittel bedenkenlos verzehrt werden können. Da besonders die Fett- und Milchzuckeraufnahme bei Zöliakie-Patienten gestört ist, ist zur Besserung der Symptome eine eingeschränkte Fett- und Laktosezufuhr zu Beginn der Therapie ratsam, um unnötige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich zu vermeiden. Hier ist jedoch auf eine ausreichende Versorgung mit den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K zu achten, da gerade diese durch die schlechte Verwertbarkeit der Nahrungsfette verloren gehen. Die Behandlung der Zöliakie ist somit nicht nur zur Vermeidung der Symptome, sondern vor allem zur Beseitigung der unzureichenden Nährstoffaufnahme und damit der Vorbeugung von Mangelerscheinungen und chronischen Erkrankungen von großer Bedeutung. 3.054 Zeichen Literatur: (1) Rodrigo L: Celiac disease, World Journal of Gastroenterology. 2006 Nov 7; 12(41): 6585-6593 (2) Anderson LA, McMillan SA, Watson RG, Monaghan P, Gavin AT, Fox C, Murray LJ: Malignancy and mortality in a population-based cohort of patients with celiac disease or gluten sensitivity. World Journal of Gastroenterology. 2007 Jan 7; 13(1):146-151 (3) Catassi C., et al.: Association of celiac disease and intestinal lymhomas and other cancers, Gastroenterology. 2005 Apr; 128 (4 Suppl 1):79-86 (4) Voan Overbeke L., et al.: What is the role of celiac disease in enteropathy-type intestinal lymphoma? A retrospective study of nine cases, Acta Gastroenterol Belg. 2005 Oct-Dec; 68 (4):419-423 (5) Hernandez L, Green PH: Extraintestinal manifestations of celiac disease. Curr Gastroenterol Rep. 2006 Oct;8(5):383-389 (6) Pereira CC, Correa PH, Halpern A: Case report: recently diagnosed celiac disease as aggravating factor of osteoporosis in old woman. Arq Bras Endocrinol Metabol. 2006 Dec;50(6):1127-1132 Quelle: Pressemitteilung der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. publiziert am 17.01.2007
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Buchtipps Kommentare Mi, 22.12.2010 22:18
dem kann ich nur zustimmen. ge
rade bei vielen kindern sieht
man immer wieder, dass sie vol
lkommen verlernt haben a [...]
Mo, 19.02.2007 16:40
Zitat:
"Weiter in der Kritik
stehen einige Safthersteller.
Sie versuchen das negative Ima
ge von Beta-Carotin zu u [...]
So, 18.02.2007 13:05
Eigentlich eine Binsenweisheit
, aber zur Vermarktung eines B
uches sicher geeignet. Viellei
cht sollte ich auch mal [...]
Sa, 03.02.2007 20:20
Viel Lärm um nichts, oder sehe
ich das falsch. So lange man
soviel verdienen kann und so s
elten erwischt wird, wir [...]
Mo, 29.01.2007 12:58
Ich finde es unglaublich, was
Herr Müller Northmann schon wi
eder publiziert.
Fasten sei
nicht gesichert?
Ich [...]
Di, 09.01.2007 11:45
das ist aber eine innovative i
dee.
Di, 09.01.2007 08:08
vielleicht könnte man den pc g
leich so programmieren, dass e
r auch gleich die Mahlzeiten a
n den jeweiligen Betroff [...]
So, 07.01.2007 00:19
Hi,
bitte gerne.
So, 07.01.2007 00:10
Hi Markus,
danke vielmals.
Bei mir handelt es sich um
Milchprodukte und Erdbeeren u
nd noch ein paar Sachen.
Sa, 06.01.2007 23:59
Hallo Christine,
also ich b
in jetzt nicht der absolute Er
nährungsexperte, aber ich sehe
keinen Grund, warum man [...]
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