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Donnerstag, 5. April 2007 Aminosäuren und Mikronährstoffe bei Angstzuständen und Zwangserkrankungen?Geschrieben von MS in MikronährstoffeKommentare (0) | Trackbacks (0) In Deutschland leiden rund 2,5 Prozent der Bevölkerung an Zwangserkrankungen, der vierthäufigsten psychischen Störung überhaupt. In der medizinischen Fachpresse gibt es zunehmend Hinweise, dass die psychische Befindlichkeit des Menschen sehr viel mit der Art der Ernährung zu tun hat und dadurch letztlich mit der Mikronährstoffversorgung des Stoffwechsels.
Zwangsstörungen scheinen im besonderen Maße mit dem serotonergen System verbunden zu sein. In der klassischen Psychiatrie gelten Serotoninwiederaufnahmehemmer als einzige Medikamentengruppe, die eine deutliche Wirksamkeit bei der Behandlung von Zwängen zeigt. In der psychiatrischen Grundlagenforschung werden häufig Versuche durchgeführt, bei denen bestimmten Patientengruppen ein tryptophanfreies Aminosäurengetränk verabreicht wird. Dadurch kann eine Verminderung der Serotoninkonzentration im Gehirn erreicht werden. Bei den Probanden werden daraufhin vermehrt Symptome wie Ängstlichkeit und Panikattacken festgestellt. Andersherum konnte gezeigt werden, dass durch Einnahme von 5-Hydroxy-Tryptophan - einer Vorstufe von Serotonin, die besonders schnell die Blut-Hirn-Schranke passiert - experimentell erzeugte Panikzustände deutlich weniger wurden. Auch andere Aminosäuren können bei der Behandlung von Zwangsstörungen und Angstzuständen förderlich sein, wie z.B. Glutamin. Diese Aminosäure hat einen leicht beruhigenden Effekt, da das Gehirn aus Glutamin GABA bilden kann. Einige kleinere Studien ergaben, dass bei chronischen Angstzuständen auch eine Supplementierung von Lysin hilfreich ist, da es die auf einen Stressreiz hin ansteigenden Plasma-Cortisolkonzentrationen vermindern kann. Chronisch erhöhte Cortisolspiegel im Blut können u.a. zu Depressionen führen. Es gibt außerdem Hinweise dafür, dass Lysin seine Wirkung auch an einer bestimmten Art von Serotonin-Rezeptoren entfalten kann. Einen günstigen Einfluss bei Panikattacken kann auch die Aminosäure Glycin haben, die wahrscheinlich die Freisetzung von Noradrenalin im Gehirn vermindert. Noradrenalin spielt im Stoffwechsel als Vermittler von Angst- und Panikzuständen mit. Glycin kann auch entkrampfen, da es einen entspannenden Effekt auf die Skelettmuskulatur hat. Grundsätzlich gilt für alle Aminosäuren, dass ein Ungleichgewicht oder eine verminderte Verfügbarkeit zu psychischen Befindlichkeitsstörungen führen können. Dazu muss man wissen, dass die meisten Aminosäuren nicht einfach über den Blutweg zu den Nervenzellen gelangen, sondern dass Sie zuvor die Blut-Hirn-Schranke passieren müssen, eine Art Filter zwischen Blutbahn und Nervenzelle. Hierzu werden so genannte Carrier-Proteine benötigt, deren Aktivität wiederum erheblich von der Konzentration der Aminosäuren im Blutserum bestimmt wird. Bei einer Therapie mit Aminosäuren gilt in besonderem Maße, dass die Wirksamkeit von der richtigen Einstellung abhängt, d.h. der Bedarf der Aminosäuren muss dem Stoffwechsel angepasst werden, was nur anhand einer Blutanalyse feststellbar ist. In einer ganzheitlichen Orthomolekularen Therapie sollte bei der Behandlung von Zwangserkrankungen und Ängsten auch Folgendes noch beachtet werden: Stabilisierend auf das Nervensystem wirken hohe Magnesium- und Calcium-Spiegel sowie eine optimale Versorgung mit Selen, Zink und den Vitaminen B6, B12 und Folsäure. Vitamin B1 spielt eine wichtige Rolle für die psychische Stabilität. Die Nervenzellen sind für die Energieversorgung elementar auf dieses Vitamin angewiesen. Bei einem B1-Mangel besteht auch die Neigung zu einer vermehrten Lactatbildung; dadurch erhöht sich das Risiko für Ängstlichkeit. Lactat in Form von Infusionen ist übrigens ein bewährtes Mittel, um in Studien Panikattacken zu erzeugen. Vitamin C ist wichtig für die Funktion der Nebennierenrinde und damit für die Bildung der Hormone. Auch einige Hormone und Peptide der Hirnanhangdrüse benötigen Vitamin C. Vitamin C kann oxidativen Stress vermindern und die mangelnde Durchblutung verbessern, die oftmals durch eine Verkrampfung entsteht. Zink kann beruhigend wirken, weil es für die Aktivität der Glycinrezeptoren benötigt wird. Es wurde bereits in vielen Studien nachgewiesen, dass verminderte Folsäurekonzentrationen und erhöhte Homocysteinwerte bei depressiven Störungen eine Rolle spielen können. Auch bei Menschen mit Zwangsstörungen wurde inzwischen festgestellt, dass die Folsäurekonzentrationen signifikant niedriger und die Homocysteinwerte signifikant höher waren als bei gesunden Probanden. Außerdem korreliert der Schweregrad der Zwangsstörungen mit dem Ausmaß des Folsäuremangels. Auch bei für eine Therapie mit diesen Mikronährstoffen gilt wie immer der Grundsatz: Zuerst anhand einer genauen Blutanalyse den Bedarf ermitteln, dann therapieren. Nur dann ist gewährleistet, dass der richtige Mikronährstoff zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle wirksam wird. Über das Diagnostische Centrum für Mineralanalytik: Orthomolekulare Laboruntersuchungen: Bestimmt werden Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren im Blut. Es werden Mikronährstoffprofile für bestimmte Erkrankungen und Organsysteme angeboten wie z.B. für das Herz-Kreislauf-System, das Nervensystem oder für den Bewegungsapparat. Aufgrund des Analysenergebnisses wird ein persönlicher Befundbericht mit genauer Therapieempfehlung erstellt. Quelle: Pressemitteilung von DCMS publiziert auf openPR.de am 30.03.2007
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Buchtipps Kommentare Mi, 22.12.2010 22:18
dem kann ich nur zustimmen. ge
rade bei vielen kindern sieht
man immer wieder, dass sie vol
lkommen verlernt haben a [...]
Mo, 19.02.2007 16:40
Zitat:
"Weiter in der Kritik
stehen einige Safthersteller.
Sie versuchen das negative Ima
ge von Beta-Carotin zu u [...]
So, 18.02.2007 13:05
Eigentlich eine Binsenweisheit
, aber zur Vermarktung eines B
uches sicher geeignet. Viellei
cht sollte ich auch mal [...]
Sa, 03.02.2007 20:20
Viel Lärm um nichts, oder sehe
ich das falsch. So lange man
soviel verdienen kann und so s
elten erwischt wird, wir [...]
Mo, 29.01.2007 12:58
Ich finde es unglaublich, was
Herr Müller Northmann schon wi
eder publiziert.
Fasten sei
nicht gesichert?
Ich [...]
Di, 09.01.2007 11:45
das ist aber eine innovative i
dee.
Di, 09.01.2007 08:08
vielleicht könnte man den pc g
leich so programmieren, dass e
r auch gleich die Mahlzeiten a
n den jeweiligen Betroff [...]
So, 07.01.2007 00:19
Hi,
bitte gerne.
So, 07.01.2007 00:10
Hi Markus,
danke vielmals.
Bei mir handelt es sich um
Milchprodukte und Erdbeeren u
nd noch ein paar Sachen.
Sa, 06.01.2007 23:59
Hallo Christine,
also ich b
in jetzt nicht der absolute Er
nährungsexperte, aber ich sehe
keinen Grund, warum man [...]
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