|
Samstag, 28. April 2007 Calcium in Verbindung mit Übergewicht und Hypertonie?Geschrieben von MS in Adipositas, MineralstoffeKommentare (0) | Trackbacks (0)
Aktuellen Studien zufolge steht Calcium neben seiner Bedeutung für den Knochstoffwechsel mit der Entstehung von Adipositas und Hypertonie in Verbindung. Damit könnte Calcium auch einen möglichen Einfluss auf das metabolische Syndrom ausüben.
Neben der stützenden Funktion auf das Skelett besitzt Calcium eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung und trägt zusätzlich zur neuromuskulären Erregbarkeit bei. Als Folge eines Calciummangels tritt in der Regel die Knochenstoffwechselstörung Osteoporose auf. Bei dieser verringert sich die Knochenmasse, während die Zusammensetzung der Knochen erhalten bleibt. Osteoporose zeichnet sich aus durch einen übermäßigen Verlust der Skelettmasse, der zu Wirbelbrüchen, Rumpfverformungen sowie Einschränkungen der Mobilität führt. Dies betrifft vor allem Frauen nach der Menopause aufgrund der hormonellen Umstellung in diesem Zeitraum. Studien beobachteten darüber hinaus einen Zusammenhang zwischen der Calciumaufnahme und Hypertonie (1). Es ließ sich feststellen, dass der Auslöser ein Ungleichgewicht zwischen der Calciumkonzentration in der Zelle und ihrem Umfeld ist. Gewöhnlich findet zwischen diesen ein regelmäßiger Austausch statt, den das Enzym Ca-ATPase bewerkstelligt. Bei einer verminderten Aktivität dieses Enzyms kommt es zu einem reduzierten Einstrom von Calcium aus dem Zellumfeld in das Zellinnere. Dadurch erhöht sich der Calciumspiegel in der Zelle, was in einem steigendem peripheren Gefäßwiderstand und erhöhtem Blutdruck resultiert. Eine Reduktion der intrazellulären Calciumspiegel bewirkt vermutlich eine Absenkung des Blutdrucks (3). Die Normalisierung intrazellulärer Calciumspiegel spielt offenbar auch bei Übergewicht eine bedeutende Rolle. Laut Aussage des Wissenschaftlers McCarron vom Depature of Nutrition der Universität von Kalifornien in Davis reguliert eine hohe Calciumzufuhr die intrazellulären Calciumspiegel. Daraufhin erfolgt eine Hemmung des Fettaufbaus bei einer gleichzeitigen Erhöhung des Fettabbaus im Gewebe, was die Abnahme der Fettpolster bei Personen in einer Untersuchung von McCarron erklärt (2). In dieser ließ sich beobachten, dass bei einer calciumreichen Ernährung, die in der Studie aus Milch und Milchprodukten bestand, das Risiko für die Entwicklung von Übergewicht niedriger ist als bei einer calciumarmen Kost. Bei einer calciumreichen, energiereduzierten Kost sank im Vergleich zu einer calciumarmen, energiereduzierten Ernährung das Gewicht der Teilnehmer signifikant stärker (4). In Deutschland ist die Aufnahme von Calcium im allgemeinen deutlich niedriger als von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen. Die erwünschte Menge von 1000 mg/Tag erreichen im Mittel weder Frauen noch Männern gleich welcher Altersklasse. Dabei ist zu beachten, dass bei der Festlegung der Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr lediglich Überlegungen zur Prävention der Osteoporose im Vordergrund standen. Ob diese Mengen auch zur Vorbeugung anderer chronischer Erkrankungen ausreichen lässt sich aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse noch nicht absehen. Redaktion: Marco Wenning Quelle: (1) Zittermann A: Niedriger Vitamin-D-Status und geringe Calciumzufuhr – Risikofaktoren des metabolischen Syndroms?. E-Umschau 50 (2003), S.84-90 (2) McCarron DA, Morris CD, Bukoski R: The calcium paradox of essential hypertension. Am J Med 82 (1987), S. 27-33 (3) Zemel MB: Calcium modulation of hypertension and obesity: mechanisms and implications. J Am Coll Nutr 20 (2001), S. 428S-435S (4) Davies KM, Heaney RP, Recker RR, Lappe JM, Barger-Lux MJ, Rafferty K, Hinders S: Calcium intake and body weight. J Clin Endocrinol Metab. 85 (2000), S. 4635-4638 Quelle: Pressemitteilung von Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention e.V. am 25.04.2007
Trackbacks
Trackback-URL für diesen Eintrag
Keine Trackbacks
Kommentare
Ansicht der Kommentare:
(Linear | Verschachtelt)
Noch keine Kommentare
Kommentar schreiben
|
Ernährung Linktipps
Abnehmen Tipps
Suche News Themen
Buchtipps Kommentare Mi, 22.12.2010 22:18
dem kann ich nur zustimmen. ge
rade bei vielen kindern sieht
man immer wieder, dass sie vol
lkommen verlernt haben a [...]
Mo, 19.02.2007 16:40
Zitat:
"Weiter in der Kritik
stehen einige Safthersteller.
Sie versuchen das negative Ima
ge von Beta-Carotin zu u [...]
So, 18.02.2007 13:05
Eigentlich eine Binsenweisheit
, aber zur Vermarktung eines B
uches sicher geeignet. Viellei
cht sollte ich auch mal [...]
Sa, 03.02.2007 20:20
Viel Lärm um nichts, oder sehe
ich das falsch. So lange man
soviel verdienen kann und so s
elten erwischt wird, wir [...]
Mo, 29.01.2007 12:58
Ich finde es unglaublich, was
Herr Müller Northmann schon wi
eder publiziert.
Fasten sei
nicht gesichert?
Ich [...]
Di, 09.01.2007 11:45
das ist aber eine innovative i
dee.
Di, 09.01.2007 08:08
vielleicht könnte man den pc g
leich so programmieren, dass e
r auch gleich die Mahlzeiten a
n den jeweiligen Betroff [...]
So, 07.01.2007 00:19
Hi,
bitte gerne.
So, 07.01.2007 00:10
Hi Markus,
danke vielmals.
Bei mir handelt es sich um
Milchprodukte und Erdbeeren u
nd noch ein paar Sachen.
Sa, 06.01.2007 23:59
Hallo Christine,
also ich b
in jetzt nicht der absolute Er
nährungsexperte, aber ich sehe
keinen Grund, warum man [...]
Top Themen (Tags) abnehmen Adipositas allergie allergien antioxidantien bewegung cholesterin diabetes diabetes typ 2 dick diät diäten ernährung ernährungsberatung ernährungserziehung ess-verhalten fettleibigkeit fettsäuren gemüse gesunde ernährung gewichtsreduktion intoleranz kalorien krebs krebserkrankung laktoseintoleranz lebensmittel mineralstoffe obst omega-3-fettsäuren sekundäre pflanzenstoffe sport unverträglichkeit vitamine übergewicht übergewichtig
Partner Lebensmittel
Sonstiges
Statistik |