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Sonntag, 7. Dezember 2008
Info zwischen den Zeilen: Ob ein Zusammenhang zwischen ADHS und Lebensmittelzusatzstoffen besteht, wurde vom Bundesinstitut für Risikobewertung kritisch unter die Lupe genommen. Ein eindeutiger Beleg konnte nicht erbracht werden. Mehr dazu im Artikel: Hyperaktive Kinder durch Zusatzstoffe? Besonderes Augenmerk wurde in einer aktuellen Übersichtsstudie auf eine mögliche Korrelation zwischen ADHS und einer unzureichenden Versorgung mit Mineralstoffen gelegt. Demnach sollte in der Prävention und Therapie von ADHS der Zufuhr von Magnesium, Zink und Eisen mehr Beachtung geschenkt werden. Laut Österreichischem Ernährungsbericht 2003 liegt die Versorgung mit Magnesium, Eisen und Zink bei Schulkindern unter den Empfehlungen. 5-8 % der Kinder in Österreich sind hyperaktiv. Magnesium als Hyperaktivitäts-Drossler Ein niedriger Magnesiumstatus wirkt sich beträchtlich auf die Gehirnfunktion aus - sowohl die Energieversorgung und Durchblutung des Gehirns als auch die Kommunikation zwischen den Nervenzellen wird unter anderem von Magnesium beeinflusst. Eine Untersuchung von 1997 weist darüber hinaus darauf hin, dass ein niedriger Magnesiumstatus mit ADHS zusammen- hängt: 95 % der ADHS-Patienten waren von einem Magnesium-Mangel betroffen. Belegt ist auch, dass Kinder mit ADHS tatsächlich von Magnesium-Gaben profitieren: Hyperaktivität und Ablenkbarkeit reduzierten sich deutlich, wenn 200 mg Magnesium pro Tag über sechs Monate supplementiert wurden. Zugleich verbesserten sich die schulischen Leistungen. Zink abseits der Immunfunktion Das essenzielle Spurenelement ist ebenfalls für die Gehirnentwicklung wichtig. Eine un- zureichende Zinkversorgung korrelierte in mehreren Studien mit ADHS-Symptomen, die umso gravierender waren, je niedriger der Zinkstatus ausfiel. Wurde Zink supplementiert (55 mg Zinksulfat pro Tag über sechs Wochen), verbesserten sich die für ADHS typischen Symptome wie bei der Gabe von Magnesium. Eisen für den Schutz des Nervensystems Für die Aufrechterhaltung der Struktur und Funktion des zentralen Nervensystems ist Eisen wichtig. Eisenmangel gilt als Risikofaktor für ADHS: In einer Studie aus 2004 zeigten Messungen der Serumferritin-Konzentrationen, dass diese bei ADHS-PatientInnen um 50 % unter den Werten der Kontrollgruppe lagen. Bei einer Supplementierung mit 80 mg Eisensulfat pro Tag über zwölf Wochen verbesserten sich die ADHS-Symptome. Ein niedriger Eisenstatus könnte zudem mit dem Restless-Legs-Syndrom zusammenhängen. Diese neurologische Erkrankung mit Gefühlsstörungen und Bewegungsdrang in Beinen und Armen tritt auch häufig bei ADHS-PatientInnen auf. Fazit Eine niedrige Aufnahme an Magnesium, Zink und Eisen könnte einen Einfluss auf die Entstehung und/oder auf den Schweregrad von ADHS haben. Noch ist es allerdings zu früh, um die Supplementierung der Mengen- und Spurenelemente in der Krankheitstherapie zu empfehlen. Von einer willkürlichen Supplementierung ist dringend abzuraten, da insbesondere Eisen und Magnesium bei unphysiologisch hoher Zufuhr auch toxisch wirken können. Generell sollte auf eine ausreichende Zufuhr der Spurenelemente über entsprechende Lebensmittel geachtet werden (siehe Tabelle). Lebensmittelquellen für Magnesium, Zink und Eisen: Magnesium: Quelle: Vollkorngetreide- und Milchprodukte, Fleisch, Geflügel, Fisch, viele Gemüsearten, Beerenobst und Bananen Zink: Quelle: Fleisch, Milchprodukte und Eier Eisen: Quelle: Fleisch, Getreideprodukte und Blattgemüse Eisenaufnahme wird gehemmt durch Kalzium, Polyphenole, Soja- und Milchprodukte, jedoch gefördert durch Vitamin C, Zitronensäure, Fleisch Quelle: Elmadfa I, Leitzmann C: Ernährung des Menschen (2004) Literatur: Sinn N: Nutritional and dietary influences on attention deficit hyperactivity disorder. Nutrition Reviews 66: 558-568 (2008). Arnold LE et al: Serum zinc correlates with parent- and teacher- rated inattention in children with attention-deficit/hyperactivity disorder. J Child Adolecs Psychopharmacol. 15: 628-636 (2005). Schlack R, Hölling H, Kurth BM, Huss M: Die Prävalenz der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Bundesgesundheitsblatt 50: 827-835 (2007). Konofal E, Lecendreux M, Arnulf I, Mouren MC: Iron Deficiency in children with attention-deficit/hyperactivity disorder. Arch Pediatr Adolesc Med 158: 1113-1115 (2004). Kozielec T, Starobrat-Hermelin B: Assessment of magnesium levels in children with attention deficit hyperactivity disorder (ADHD). Magnes Res 10: 143-148 (1997). Konofal et al: Effects of iron supplementation on attention deficit hyperactivity disorder in children. Pediatr Neurol 38: 20-26 (2008). Elmadfa I, Leitzmann C: Ernährung des Menschen. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart (2004). Quelle: Pressemeldung von forum. ernährung heute (Pressedienst 12/08)
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Buchtipps Kommentare Mi, 22.12.2010 22:18
dem kann ich nur zustimmen. ge
rade bei vielen kindern sieht
man immer wieder, dass sie vol
lkommen verlernt haben a [...]
Mo, 19.02.2007 16:40
Zitat:
"Weiter in der Kritik
stehen einige Safthersteller.
Sie versuchen das negative Ima
ge von Beta-Carotin zu u [...]
So, 18.02.2007 13:05
Eigentlich eine Binsenweisheit
, aber zur Vermarktung eines B
uches sicher geeignet. Viellei
cht sollte ich auch mal [...]
Sa, 03.02.2007 20:20
Viel Lärm um nichts, oder sehe
ich das falsch. So lange man
soviel verdienen kann und so s
elten erwischt wird, wir [...]
Mo, 29.01.2007 12:58
Ich finde es unglaublich, was
Herr Müller Northmann schon wi
eder publiziert.
Fasten sei
nicht gesichert?
Ich [...]
Di, 09.01.2007 11:45
das ist aber eine innovative i
dee.
Di, 09.01.2007 08:08
vielleicht könnte man den pc g
leich so programmieren, dass e
r auch gleich die Mahlzeiten a
n den jeweiligen Betroff [...]
So, 07.01.2007 00:19
Hi,
bitte gerne.
So, 07.01.2007 00:10
Hi Markus,
danke vielmals.
Bei mir handelt es sich um
Milchprodukte und Erdbeeren u
nd noch ein paar Sachen.
Sa, 06.01.2007 23:59
Hallo Christine,
also ich b
in jetzt nicht der absolute Er
nährungsexperte, aber ich sehe
keinen Grund, warum man [...]
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